Die Wochenpsalmen

Jede Woche neu

Für uns Christen beginnt eine neue Woche sonntags, dem Auferstehungstag. Nach dieser Zählung ist der vierte Wochentag, Mittwoch, auch tatsächlich der Tag in der Mitte der Woche.

Daran, dass wir den Sonntag inzwischen zum Wochenende zählen, wird deutlich, wie sehr wir uns vom Arbeitsrhythmus bestimmen lassen. Derzeit merken wir, wie sehr wir Rhythmus und Regelmäßigkeit brauchen. Welcher Wochentag ist heute eigentlich? – eine Frage, die in Gedanken wohl häufiger auftaucht.

In unserem Kirchenjahr haben die Sonntage Namen. Ihnen und der beginnenden Woche sind biblische Lesungen zugeordnet. Dazu gehören auch immer Worte aus einem Psalm, dem sogenannten Wochenpsalm.

Gedanken zum Wochenpsalm PALMARUM

Palmarum heißt dieser Sonntag (5. April 2020). Es ist der Sonntag vor Ostern, an dem wir uns an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. Mit Palmenzweigen wurde ihm ein Teppich ausgebreitet. Wie ein König wurde er willkommen geheißen. Doch dann...

Der Psalm für diese Woche sind ausgewählte Verse aus dem 69. Psalm.

 

2 Gott, hilf mir!

Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

3 Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;

ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.

4 Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser.

Meine Augen sind trübe geworden,

weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach,

mein Angesicht ist voller Schande.

9 Ich bin fremd geworden meinen Brüdern

und unbekannt den Kindern meiner Mutter;

10 denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen,

und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

11 Ich weine bitterlich und faste,

und man spottet meiner dazu.

14 Ich aber bete, Herr, zu dir zur Zeit der Gnade;

Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

21b  Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand,

und auf Tröster, aber ich finde keine.

22 Sie geben mir Galle zu essen

und Essig zu trinken für meinen Durst.

30 Ich aber bin elend und voller Schmerzen.

Gott, deine Hilfe schütze mich!

 

Er hält fest an seinem Gott, der Mensch, der diesen Psalm einst betete.

Hohn und Spott muss er ertragen, weil Andere sich über seinen Glauben lustig machen.

Denn es geht ihm schlecht. Es ist ihm anzusehen. Was genau diesem Menschen widerfahren ist, wissen wir nicht. Doch die Menschen, die ihn in die Verzweiflung treiben, haben ihre Freude daran.

„Dieser da, der sich immer mit seiner Frömmigkeit für etwas Besseres gehalten hat, ausgerechnet ihn hat es erwischt“, so etwas in der Art werden sie über ihn gesagt haben.

Es ist die pure Schadenfreude.

Schadenfreude – sie beschäftigt mich. Ich fühle mich ertappt in meinen gemeinsten Gedanken.

„America first!, ja, genau, nun seid ihr ganz vorne, an erster Stelle mit der Zahl der Infizierten.“

Und ich schäme mich. Kein Mensch, kein Volk, keine Nation hat es verdient, so in Not zu geraten.

In meiner Familie haben wir viele Freunde in den Vereinigten Staaten. Und die sind genauso fassungslos wie wir, dass ein so reiches Land, von der Corona-Seuche so sehr befallen ist und so schlecht darauf vorbereitet war.

Aber weder Dummheit noch Krankheit sind Strafen Gottes. Gott kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Es sind doch immer wir Menschen selber, die die größten Nöte verursachen.

Und dennoch, obwohl wir immer wieder Schuld auf uns laden – in Gedanken, Worten und Werken –, können und dürfen wir uns an ihn wenden und auf seine Güte hoffen.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin

Kirche wird digitaler

Der Corona-Virus verändert unser aller Leben in einem kaum fassbaren Tempo.

So hat sich auch das kirchliche Leben in den letzten Tagen in rasendem Tempo verändert.

Es wurden gedruckte Grüße und Andachten von Haus zu Haus gebracht.

Unzählige Emails wurden geschrieben und verschickt.

Es wurde telefoniert und Grüße per Post versendet.

Die größte Veränderung allerdings ist, in welcher Weise die Kirchen bzw. die Menschen, die kirchliches Leben gestalten, ihre Präsenz auf digitale Weise zeigen.

Aus der großen Anzahl von Möglichkeiten, die Angebote der evangelischen Kirche in digitaler Weise wahrzunehmen, finden Sie hier drei Links:

 

- KR 55 – Das Kirchenradio für Oldenburg und umzu: www.kirchenradio-oldenburg.de

- evangelisch.de: www.evangelisch.de/inhalte/167277/18-03-2020/coronavirus-das-bietet-die-digitale-kirche-der-coronakrise

- EKD: www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm

 

Nahrung für die Seele, die brauchen wir in diesen Zeiten.

Das Internet stellt uns Vieles zur Verfügung, scheuen Sie sich jedoch nicht, auch direkt mit Ihrer Kirchengemeinde Kontakt aufzunehmen.

Und nehmen Sie die Bibel zur Hand. Sie werden Manches anders lesen als bisher. Ich wünsche Ihnen, dass Sie entdecken, welche Kraft in ihren Worten steckt.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin in der Wesermarsch

 

 

 

Kirchengemeinden in der Wesermarsch lassen die Kirchenglocken läuten

Ab Montag, den 23. März werden um 19.30 Uhr an jedem Abend die Kirchenglocken läuten.

Während im Kirchenkreis noch überlegt wurde, wie wir als Kirchengemeinden in der Wesermarsch gemeinsam ein Zeichen der Ermutigung geben können, kam die Anfrage aus der katholischen Gemeinde St. Willehad in Nordenham, sich an der Aktion des Bistums Münster zu beteiligen.

Die meisten Kirchengemeinden haben nun ihre Zusage gegeben.

An vielen Orten in der Wesermarsch werden Pastor*innen, Küster*innen oder Ehrenamtliche die Glocken läuten lassen. Nur an wenigen Orten ist das über eine elektronische Regelung möglich.

Das Geläut soll zum persönlichen Gebet und zur Fürbitte einladen, - für Menschen in Sorge und für die Vielen, die im Dienst der Menschen in unserem Land, ihrer Arbeit nachgehen.

Und mit einem Vaterunser können wir uns trotz räumlicher Trennung als Betende verbunden wissen.

In Zeiten von Unsicherheit und Sorge ist es ein ermutigendes Zeichen, dass evangelische und katholische Gemeinden in geschwisterlicher Gemeinschaft mit dem Geläut ihrer Kirchenglocken zum Gebet aufrufen.

Ein Segensgruß von Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas

Segen in schwierigen Zeiten

Es wachse in dir der Mut,
Dich einzulassen auf dieses Leben
mit all seinen Widersprüchen,
seinen Unverträglichkeiten,
seiner Schönheit -
Dass du beides vermagst:
Kämpfen und Geschehen lassen,
Nehmen und Entbehren,
Ausharren und Aufbrechen.
Sei gesegnet, Du und mit Dir die Menschen,
die zu Dir gehören,
Dass Ihr inmitten dieser unbegreiflichen Welt
den Reichtum des Lebens erfahrt.
Und bis wir uns wiedersehen,
berge Dich Gott in der Tiefe seiner Hand.

                                         Antje Sabine Naegeli

 

---Aktuell---Aktuell---Aktuell---

Liebe Schwestern und Brüder,

 

der Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen.

 

Zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben empfiehlt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg ihren Kirchengemeinden derzeit, alle Gottesdienste, Konzerte und kirchlichen Veranstaltungen bis zum 19. April abzusagen. Die Empfehlung gelte auch für Konfirmationen, Taufen und Trauungen, die auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollten, heißt es in den Handlungsempfehlungen, die die oldenburgische Kirche an ihre 116 Kirchengemeinde versandt hat.

 

Damit reagiert die oldenburgische Kirche auf die Risikoeinschätzung, die sich in den letzten Tagen dramatisch verändert hat. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf den aktuellen Stand und werden anlassbezogen aktualisiert. Ähnliche Empfehlungen haben auch andere niedersächsische Kirchen ausgesprochen. Die kontinuierlich aktualisierten Handlungsempfehlungen sowie weitere hilfreiche Informationen und Links sind auf der Homepage der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg zu finden unter: https://www.kirche-oldenburg.de/coronavirus

 

Für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen gelten die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden.

Konkrete Entscheidungen treffen Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindekirchenräte, die leitenden kirchlichen Gremien und die Leitungen der Einrichtungen vor Ort. Nehmen Sie Kontakt mit Ihren Pastoren und Pastorinnen oder anderen Ansprechpersonen Ihrer Kirchengemeinde auf. Dort wird man ein offenes Ohr für Ihre Fragen haben.

 

In dieser herausfordernden Situation, die viele Menschen beschwert, wünsche ich Ihnen Zuversicht durch ein Bibelwort, das mich seit der Zuspitzung der Lage immer wieder tröstet:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)

 

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin

 

 

 

Herzlich willkommen ...

Im Nordosten des Oldenburger Landes liegt die Wesermarsch - geprägt von der weiten Marschenlandschaft und den Wassern der Weser, der Hunte und des Jadebusens.

 

In unseren 27 Kirchengemeinden finden sich außergewöhnlich viele kunsthistorisch wertvolle Kirchen mit einzigartigen Ausstattungsstücken wie etwa den Altären, Kanzeln, Taufsteinen oder Epitaphien des bedeutenden Bildhauers Ludwig Münstermann (um 1575 - 1637/38).

 

Diese Landschaft ist auch die Heimat des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger (1648 - 1719). Es gibt viele Schätze in der Wesermarsch und ihren Kirchen zu entdecken!

 

Neben diesem bedeutenden kulturellen Erbe prägen Diakonie, Jugendarbeit und Kirchenmusik das Leben des Kirchenkreises. Die einzelnen Kirchengemeinden vor Ort stehen dafür, dass der Segen Gottes für die Menschen erfahrbar wird. Unter deren Einträgen auf dieser Homepage sind weitere Informationen zu finden.

 

Blättern Sie durch unsere reichhaltig wachsende Homepage und besuchen Sie vielleicht ja bald selbst einmal unsere wunderschönen Kirchen in der Wesermarsch.

Die Synode hat gewählt

Am 23. Oktober tagte die Kreissynode des Kirchenkreises Wesermarsch im Christopherus-Haus in Brake bei der sie Christiane Geerken-Thomas zur Nachfolgerin des verstorbenen Kreispfarrers Jens Möllmann wählte. Nach einer persönlichen Vorstellung und einem Vortrag zum Thema "Wofür brauchen die Menschen in der Wesermarsch im Jahre 2030 die Evangelische Kirche?" wählten die 56 Delegierten die gebürtige Brakerin zur Vertreterin der evangelischen Christen in der Wesermarsch.

 

Glückwünsche kamen sofort nach der Wahl vom für die Zeit der Vakanz Vorsitzenden der Kreissynode Jost Richter (links), und dem amtierenden Kreispfarrer Jochen Dallas (rechts).

 

Siehe auch:

www.kirche-oldenburg.de/nc/aktuell/pressemitteilungen/artikel/pfarrerin-christiane-geerken-thomas-kandidiert-fuer-kreispfarramt-wesermarsch.html

 

www.kirche-oldenburg.de/nc/aktuell/pressemitteilungen/artikel/die-lebenswelt-der-menschen-wichtig-nehmen.html

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Neues aus dem Kirchenkreis Wesermarsch

25 Jahre Altenescher Kirchturmkrähen

Altenesch / LemwerderDo, 18.10.2018

Das feiern wir mit einem Jubiläumskonzert am Sonntag, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche Bardewisch Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

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Kalenderblatt

Fr, 10. Apr. 2020
Wohl dem, der den HERRN fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten!
Psalm 112,1
http://www.kirche-oldenburg.de

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