Kirche zu Hause

Gedanken zum Wochenpsalm 1. SONNTAG nach TRINITATIS

Kirche zu HauseSa, 13.06.2020

Nun beginnt die lange Reihe der Sonntage nach Trinitatis. Die festlose Zeit, so  werden die Wochen über den ganzen  Sommer hinweg genannt. Doch, wie es der 34. Psalm deutlich macht, gibt es auch in dieser Zeit Grund zur Freude.

 

2 Ich will den Herrn loben allezeit;

sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

3 Meine Seele soll sich rühmen des Herrn,

dass es die Elenden hören und sich freuen.

4 Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

5 Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir

und errettete mich aus aller meiner Furcht.

6 Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude,

und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

7 Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

8 Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten,

und hilft ihnen heraus.

9 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.

Wohl dem, der auf ihn trauet!

10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen!

Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

11 Reiche müssen darben und hungern;

aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

 

„Danke, dass sie für uns da sind!“ So habe ich es in den letzten Wochen immer wieder an der Kasse im Supermarkt gehört und auch selber gesagt. Eine ganz selbstverständliche Tätigkeit bekam auf einmal besondere Aufmerksamkeit. Wo andere ihre Arbeit im Home-Office verrichten konnten, hatten die Mitarbeitenden im Lebensmittelhandel keine Wahl, denn ihre Arbeit musste weiter im Kontakt mit anderen Menschen getan werden.

Schön wäre es, wenn dieser freundliche Umgangston über diese Corona-Zeit hinaus ein Teil unserer sogenannten neuen Normalität bleiben würde. Nicht alles für selbstverständlich nehmen, sondern den Dienst anderer Menschen für mich und mein Leben dankbar und mit Freude wertzuschätzen, das bereichert unser alltägliches Miteinander. Und für meinen ausgesprochenen Dank bekomme ich außerdem noch ein freundliches Lächeln zurückgeschenkt.

Ein freundliches oder gar vor Freude strahlendes Gesicht ist doch immer wieder ein schönes Geschenk. Von solcher Freude erzählt der 34. Wochenpsalm. Da ist ein Mensch so durch die Freude an Gott erfüllt, dass diese Freude überspringt. Diese strahlende Freude ist nicht zu übersehen, nicht einmal von denen, die keinen eigenen Grund zur Freude haben. 

Es ist Liebe, die solch ein Strahlen hervorruft, dass es ansteckend wirkt. Der hier betende Mensch ist dieser Liebe begegnet. Und er kann nicht anders, als die Liebe, die ihn selber erstrahlen lässt, weiterzugeben. Sich von Freude und Liebe anstecken zu lassen, ist wohl die schönste Ansteckung, die es gibt.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin


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