Kirche zu Hause

Gedanken zum Wochenpsalm 11. SONNTAG nach TRINITATIS

Kirche zu HauseSa, 22.08.2020

Ich habe nachgezählt – neunmal taucht das Wort „alle“ in den acht ausgewählten Versen aus dem 145. Psalm auf. Wer sind sie „alle“, von denen in diesem Gebet geredet wird?

 

1 Ich will dich erheben, mein Gott, du König,

und deinen Namen loben immer und ewiglich.

2 Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

14 Der HERR hält alle, die da fallen, 

und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen

und gnädig in allen seinen Werken.

18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.

19 Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren,

und hört ihr Schreien und hilft ihnen.

20 Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.

21 Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen,

und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.

 

Ist es bewundernswert, naiv oder anmaßend, mit welcher Überzeugung hier ein betender Mensch von Gott spricht? Ohne Wenn und  Aber, unein­geschränkt lobt er ihn. Und er meint, Gott ganz genau zu kennen und zu wissen, was sein Wille und seine Ziele sind.

So kann ich nicht über Gott reden, denn es gibt zu Vieles in der Welt, das ich nicht begreife. Besonders dann, wenn die Welt wie derzeit aus den Fugen gerät.

Menschen auf allen Kontinenten, Menschen aller Religionen, aller Nationen, aller Hautfarben, jeden Alters sind betroffen von den Bedrohungen, die die Pandemie verursacht. Es ist nicht nur die Bedrohung durch eine Krankheit, die medizinisch noch viele Unbekannte in sich birgt. Es ist auch die Bedrohung durch wirtschaftliche und soziale Nöte. Und von alle dem sind gottlose wie gläubige Menschen gleichermaßen bedroht.

Ein Unterschied mag sein, dass Menschen, die einen festen Glauben haben, die Bedrohungen besser aushalten, weil sie durch ihn Halt und Sicherheit in unsicherer Zeit finden.

Ja, so  kann ich von Gott reden, von ihm als den, an den ich mich in all meinen Nöten und auch Zweifeln wenden kann. Und ich möchte mich erreichen lassen von der Glaubensgewissheit, die in den Worten dieses Gebetes zu finden sind.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin


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Foto: unsplash/Aaron Burden/Kari Shea
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