Kirche zu Hause

Gedanken zum Wochenpsalm JUBILATE

Kirche zu HauseSo, 03.05.2020

Jauchzen, Jubeln, Loben – das durchzieht den dritten Sonntag nach Ostern (3. Mai 2020). Benannt ist der Sonntag Jubilate nach dem ersten Wort des 66. Psalms. Das Volk Israel ist erfüllt von der Freude, die es durch Gottes rettendes und bewahrendes Wirken an ihm erfährt.

 

1 Jauchzet Gott, alle Lande!

2 Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich!

3 Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen.

5 Kommt her und sehet an die Werke Gottes,

der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land,  sie gingen zu Fuß durch den Strom;

dort wollen wir uns seiner freuen.

7 Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, seine Augen schauen auf die Völker.

Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.

8 Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen,

9 der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.

 

Durch ein Wunder ist das Volk Israel trockenen Fußes durchs Schilfmeer gelangt auf der Flucht vor seinen Verfolgern. Anders ist es nicht zu erklären. Und seit tausenden von Jahren wird dieses Wunder wieder und wieder erzählt und bejubelt.

Ich frage mich heute, wie in einigen Jahren oder Jahrzehnten auf die jetzige Zeit geschaut wird. Wird man auch von einem Wunder sprechen? Wird man die Geschichte vom Ende der Corona-Epidemie bejubeln? Werden wir erzählen, wie es damals war, als sich unser Leben so radikal verändert hatte? Was genau werden wir erzählen?

Ich hoffe, ja, ich bete darum, dass wir die Geschichte einer wunderbaren Rettung erzählen werden, – die Geschichte der Rettung von einer Krankheit, die die ganze Welt umzogen hat, – die Geschichte von einer Krise, aus der die Gemeinschaft der Völker auf dieser Erde gestärkt hervorging, – die Geschichte davon, dass wir Menschen verstanden haben, was wirklich wichtig ist, – die Geschichte davon, dass dieses Verstehen, die Erde zu einem besseren Ort gemacht hat.

Ja, das ist eine große Hoffnung. Und zu ihrer Erfüllung braucht sie ein großes Wunder. Sie braucht das Wunder, dass all die kleinen und großen Hoffnungszeichen sich zu einer großen Hoffnung verbinden; zu einer Hoffnung die größer und stärker ist als alle schlechten Nachrichten und Fakenews, zu einer Hoffnung, die mehr Macht hat, als das Gerede von Verschwörungstheorien und bösen Mächten.

In dieser Hoffnung lobe und danke ich dem, der unsre Seelen am Leben erhält und unsere Füße nicht gleiten lässt.

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin


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Foto: unsplash/Aaron Burden/Kari Shea
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