Kirche zu Hause

Gedanken zum Wochenpsalm PFINGSTEN

Kirche zu HauseSa, 30.05.2020

Am fünfzigsten Tag nach Ostern wird ein weiteres christliches Fest gefeiert. Pfingsten stammt von der Wortherkunft vom althochdeutschen Wort für „fünfzigster“ (Tag) ab. Es ist das Fest der Erinnerung an die Sendung des Heiligen Geistes, das nach biblischer Überlieferung 50 Tage nach der Auferstehung Jesu geschah (Apg 2). Durch die Aussendung des göttlichen Geistes an die Jünger wurden sie ermutigt, den Glauben an Jesus Christus in die Welt zu tragen. Darum ist Pfingsten auch bekannt als Gründungs- und Geburtstagfest der Kirche. Und die Worte der ausgewählten Verse aus dem 118. Psalm laden ein, dieses Fest fröhlich und ausgelassen zu feiern.

 

24 Dies ist der Tag, den der Herr macht;

lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

25 O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen!

26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Wir segnen euch vom Haus des Herrn.

27 Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.

Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

29 Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

 

Jetzt sieht man sie wieder, die mit Birkenzweigen geschmückten Fahrräder beim Pfingstausflug. Ob diese Ausflügler wohl wissen, dass sie diese Tradition dem Festpsalm zu Pfingsten zu verdanken haben? Durch Martin Luthers Übersetzung kennen wir diese Zweige auch als „Maien“, die nichts anderes sind als frische junge Triebe. Immer wieder brauchen wir ja Übersetzungshilfen, wenn es um Texte und Worte unseres Glaubens geht. Und was zu Pfingsten gefeiert wird, weiß angeblich nicht einmal die Hälfte der deutschen Bevölkerung und auch ein Drittel derer nicht, die sich selbst als Christen bezeichnen. Das ist schon sehr merkwürdig, denn eigentlich ist Pfingsten das Übersetzungsfest. Durch den Heiligen Geist wurde es den Jüngern möglich, Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen verständlich zu machen, worum es beim Glauben an Jeus geht. So hat sich das Christentum in der ganzen Welt verbreitet. Doch bei uns heute wird der Anteil an Christen in der Bevölkerung stetig geringer. Woran liegt das?, diese Frage beschäftigt mich schon lange. Geht es uns zu gut? Oder jetzt gefragt: Ging es uns zu gut? Die Nachfrage nach Botschaften der Ermutigung und des Trostes ist jedenfalls in den Kirchengemeinden seit der Corona-Krise gestiegen. Vielleicht auch, weil neue Formen der Kommunikation ausprobiert wurden. Videogottesdienste, Mitnehm-Andachten, Gedanken auf der Homepage – diese Formate zeigen uns, wie der Heilige Geist uns inspiriert, um den Glauben weiterzutragen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin

 

 

 

 

 

 

 

 


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