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Hoffnung zum Mitnehmen

PressemitteilungenMi, 08.04.2020

„Hoffnung zum Mitnehmen“ nennt Vikarin Gudrun Nicolaus die Aktion an der Kirche in Neustadtgödens.

Kleine kunstvoll gestaltete Kärtchen dürfen mitgenommen werden.

Zu den ersten Interessenten gehörten Claudia Thomsen (links) und Sandra Löschen (rechts).

Die evangelische Kirche in Neustadtgödens im Landkreis Friesland liegt mitten im historischen Ortskern, auch in Corona-Zeiten gehen hier täglich etliche Menschen vorbei. Leider können sie derzeit nicht in die Kirche, die Einschränkungen zur Kontaktsperre untersagen das. Dennoch sollte die Kirche ein Ort sein, an dem Trost und Unterstützung zu finden ist, besonders in schweren Zeiten, meint Vikarin Gudrun Nicolaus.  
   
Und gerade weil die Kirche mitten im Ort liegt, hat sich die Vikarin etwas ganz Besonderes dafür ausgedacht: Schon seit längerem ist „Bibel-Lettering“ ein Hobby der 26-Jährigen, jetzt hat sie diese Freizeitbeschäftigung intensiviert und zahlreiche kleine Karten mit der „Frohen Botschaft“ versehen. „Bibel-Lettering“, das sind kurze Bibelzitate oder Verse, die Trost spenden, kalligrafisch aufbereitet, kunstvoll arrangiert, dazu eine ansprechende Dekoration, kurzum: ein Hingucker, der fröhlich stimmt und Zuversicht schenkt. Aufgehängt an einer Wäscheleine kann sich nun jeder, der hier vorbei kommt, ein Kärtchen mitnehmen.
   
„Auf diese Art kann sich jeder bei der Kirche etwas ganz Persönliches abholen, auch wenn gerade kein persönlicher Kontakt möglich ist“, sagt die Vikarin. „Hoffnung ist in dieser Zeit etwas, das jeder braucht – nötiger sogar als Toilettenpapier oder Mehl“, meint sie. Schon gleich beim Aufhängen der ersten Kärtchen kamen Spaziergänger vorbei, die neugierig schauten und sich auch gleich eine der kleinen Karten mitnahmen, die es natürlich gratis gibt.  
   
„Die Aktion ist sehr gut angelaufen, ich habe sofort weitere Kärtchen in Arbeit nehmen müssen“, freute sich Nicolaus schon am zweiten Tag. Ohne Vorbereitungen für Gottesdienste, Konfirmandenstunden oder Seniorenkreise bliebe jetzt Zeit für solche Dinge.
   
Ebenso greift die Vikarin sowie auch Pastorin Kerstin Tiemann jetzt verstärkt zum Telefon, um von sich aus den Kontakt zu den Gemeindemitgliedern zu suchen. Die hatten sich zunächst einmal gewundert, dann aber sei die Freude deutlich spürbar gewesen. „So schwer die Zeiten auch sind, es gibt auch Positives: jetzt haben wir seit langem wieder mehr Zeit für die persönliche Seelsorge“, sagt Tiemann.
   
Ein Beitrag von Annette Kellin


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