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Neue Herberge für Mauersegler

PressemitteilungenFr, 15.11.2019

Die Landschaftsökologin Manuela Voßkuhl (re.) und der Pensionär Wilfried Wagner – beide Ehrenamtliche beim NABU Oldenburg – montieren knapp 30 Nistkästen für Mauersegler in großer Höhe unter den Dachüberständen des Gebäudes des Ev.-luth. Oberkirchenrates in Oldenburg. Foto: ELKiO/D.-M. Grötzsch

Knapp 30 Nistkästen für Mauersegler wurden am Freitag, 15. November, in großer Höhe unter den Dachüberständen des Gebäudes des Ev.-luth. Oberkirchenrates in Oldenburg montiert. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Flugkünstler, die alles in der Luft machen und sich nur zur Brutzeit auf festen Boden begeben.

 

„Das Singen der Mauersegler über den Häusern war für mich schon als Kind das schönste Sommergeräusch der Stadt“, schwärmt Andrea Feyen, Umweltbeauftragte der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Deshalb unterstützte sie gerne die Anfrage von Manuela Voßkuhl vom Nabu-Oldenburger Land, ob am Gebäude des Oberkirchenrates am Oldenburger Philosophenweg Nisthilfen für Mauersegler angebracht werden könnten. Die NABU-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe schafft mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung zahlreiche neue Nistmöglichkeiten für Mauersegler in Oldenburg. Im Sommer 2019 wurden zum Beispiel 30 Kästen am Gertrudenstift angebracht. Insgesamt sollen bis Ende 2020 zehn Projektpartner mit jeweils bis zu 30 Spezialkästen ausgestattet werden.

 

„Das Anbringen von Nisthilfen für Mauersegler passt bestens zusammen mit unseren bisherigen Bemühungen für mehr Artenvielfalt, wie das Anlegen einer Blühwiese im Innenhof des Oberkirchenrates und das Anbringen von Vogel- und Fledermausnisthilfen an den umliegenden Bäumen,“, ergänzt Andrea Feyen.
   
Mauersegler sind ursprünglich Fels- und Baumbrüter, haben aber als Kulturfolger höhere Gebäude als Brutorte erobert. In Folge von Gebäudesanierungen sind allerdings in den letzten Jahren viele Brutmöglichkeiten verloren gegangen, sodass mit zusätzlichen Nisthilfen dem Rückgang der Mauersegler entgegengewirkt werden kann.
   
Zur Auswahl des  Oberkirchenratsgebäudes am Philosophenweg kam es aus mehreren Gründen: Bereits bekannte Mauersegler-Kolonien brüten in der näheren Umgebung des Gebäudes. Mauersegler sind sehr brutortstreue Vögel und bevorzugen neue Niststätten in der Nähe bereits besiedelter Bereiche. Das begünstigt in diesem Fall die Annahme der neuen Kästen. Ein weiterer Aspekt ist die Öffentlichkeitswirksamkeit. Dieses von der Umweltstiftung Bingo geförderte Projekt ist nur für öffentliche und nicht für private Gebäude konzipiert, da der Vorbildcharakter und die Öffentlichkeitswirkung eine bedeutende Rolle im Naturschutz spielen. Die Gebäude des Oberkirchenrats stehen an einer öffentlich gut zugänglichen Stelle und werden täglich von vielen Menschen passiert.

 


Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Sa, 14. Dez. 2019
HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.
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