Beethoven- & Rinck-Festjahr 2020

Im Jahr 1770 erblickten zwei Komponisten das Licht der Welt: Ludwig van Beethoven und Johann Christian Heinrich Rinck. Der eine in Bonn, der andere auf dem Land in Thüringen. Beide wurden schon in jungen Jahren Organisten. Doch bald schon glänzte der eine als Klaviervirtuose, der andere blieb der Orgel treu. Der eine wurde Schüler von Haydn in der Metropole Wien und blieb dort, der andere wurde in Erfurt Schüler des Bach-Schülers Johann Christian Kittel, wurde Organist in Gießen und später in Darmstadt. Der eine verkehrte in den höchsten Kreisen Wiens, unterhielt gute Beziehungen zu Frauen und widmete ihnen Kompositionen, der andere blieb bescheiden, baute seine pädagogischen Fähigkeiten aus und gab eine 6-teilige Orgelschule heraus, die für ca 100 Jahre zum Standardlehrwerk wurde. Der eine schrieb viel für Klavier, Kammermusik und für Orchester, der andere ungefähr 1000 Stücke für Orgel. Der eine komponierte große Formen wie Sonaten, Sinfonien und eine Oper, der andere Präludien, Choralbearbeitungen und Choralvariationen. Der eine wurde zum Inbegriff der Wiener Klassik, der andere wurde zum Stilpluralist, der barocke Kontrapunktik mit Klangvorstellungen der Klassik und Romantik verband, kämpfte um Qualität in der Orgelmusik und prägte den Kirchenmusikstil im 19. Jahrhundert. Werke des einen werden in Konzerten zu hören sein, Werke des anderen in musikalischen Vespern.

Samstag, 6. Juni, um 18 Uhr Musikalische Vesper in der Stadtkirche

Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wird zur ca 30-minütigen Musikalischen Vesper eingeladen. Kantor Gebhard von Hirschhausen und Pfarrer Christian Egts zeichnen anhand von Choralbearbeitungen zum Thema "zwischen Pfingsten und Trinitatis" ein Komponistenportrait von Johann Christian Heinrich Rinck. Im gleichen Jahr wie Beethoven geboren, prägte Rinck die evangelische Kirchenmusik wie kein anderer zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

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Fr, 5. Jun. 2020
Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
Psalm 42,4
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