Beethoven- & Rinck-Festjahr 2020

Im Jahr 1770 erblickten zwei Komponisten das Licht der Welt: Ludwig van Beethoven und Johann Christian Heinrich Rinck. Der eine in Bonn, der andere auf dem Land in Thüringen. Beide wurden schon in jungen Jahren Organisten. Doch bald schon glänzte der eine als Klaviervirtuose, der andere blieb der Orgel treu. Der eine wurde Schüler von Haydn in der Metropole Wien und blieb dort, der andere wurde in Erfurt Schüler des Bach-Schülers Johann Christian Kittel, wurde Organist in Gießen und später in Darmstadt. Der eine verkehrte in den höchsten Kreisen Wiens, unterhielt gute Beziehungen zu Frauen und widmete ihnen Kompositionen, der andere blieb bescheiden, baute seine pädagogischen Fähigkeiten aus und gab eine 6-teilige Orgelschule heraus, die für ca 100 Jahre zum Standardlehrwerk wurde. Der eine schrieb viel für Klavier, Kammermusik und für Orchester, der andere ungefähr 1000 Stücke für Orgel. Der eine komponierte große Formen wie Sonaten, Sinfonien und eine Oper, der andere Präludien, Choralbearbeitungen und Choralvariationen. Der eine wurde zum Inbegriff der Wiener Klassik, der andere wurde zum Stilpluralist, der barocke Kontrapunktik mit Klangvorstellungen der Klassik und Romantik verband, kämpfte um Qualität in der Orgelmusik und prägte den Kirchenmusikstil im 19. Jahrhundert. Werke des einen werden in Konzerten zu hören sein, Werke des anderen in musikalischen Vespern.

Musikalische Vesper am Samstag, 5. September

Beginn ist um 18 Uhr in der Stadtkirche. 
Vor 250 Jahren geboren, prägte Johann Christian Heinrich Rinck wie kein zweiter die evangelische Orgelmusik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Choralvariationen und Präludien trägt Gebhard von Hirschhausen vor.

Hauskonzert mit Beethoven am Samstag 12. September

Die Beethovenreihen im Paul-Gerhardt-Haus musste leider teilweise wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Trotz sehr begrenzter Anzahl der Plätze wird Prof. Kurt Seibert um 19.30 Uhr einen Klavierabend mit Beethovensonaten geben. Nähere Inforamtionen werden folgen.

Orgeltour am Sonntag, 13. September

  • 15 Uhr Christuskirche zu Oldenbrok

Vorstellung der Johann-Hinrich-Klapmeyer-Orgel von 1754 an Hand der biblischen Historie „Jacobs Heirat“ von Johann Kuhnau (1660-1722). Es spielt Natalia Gvozdkova.

  • 16.30 Uhr Friedrichskirche zu Hammelwarden

Hier steht das größere, 12 Jahre später gebaute Schwesterinstrument. Auch hier tritt Klapmeyer in personam auf und kommentiert seine größte Orgel im Oldenburger Land. Von Kuhnau, dem Amtsvorgänger von Bach als Thomaskantor in Leipzig, spielt Natalia Gvozdkova die Sonate Nr. 6 „Jacobs Tod und Begräbniß“.

  • 18 Uhr Stadtkirche zu Brake

In den nächsten 100 Jahren veränderte sich der Musikgeschmack sehr. Dem trägt die 1865 gebaute Philipp-Furtwängler-Orgel Rechnung. Neben reinen Orgelwerken der Romantik erklingt hier auch Kammermusik. Es wirken mit: Natalia Gvozdkova (Orgel), Elisabeth von Hirschhausen (Sopran), Sevastyana Leonova (Violine), Gebhard von Hirschhausen (Violoncello).

 

Orgelkonzert am Samstag, 3. Oktober

Beginn ist um 18 Uhr in der Stadtkirche.
Johann Christian Heinrich Rinck, dessen Geburtstag sie zum 250. Mal jährt, war Enkelschüler von Johann Sebastian Bach. Das Bachsche „Wohltemperierte Klavier“ ist eine Sammlung von 24 Präludien und Fugen durch alle 12 Dur- und Molltonarten. Dieses Prinzip nahm auch Rinck auf und komponierte entsprechend 24 zweistimmige Übungen durch alle Tonarten für das Klavier. In diesem Konzert hören Sie die 24 Trios durch alle Tonarten für Orgel. Diese Charakterstücke sind so kurz, dass man sie alle in einem Konzert spielen kann. Es spielt Gebhard von Hirschhausen. Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie die anstehende Restaurierung der wertvollen Furtwängler-Orgel.

Orgelkonzert am Reformationsfest, Samstag, 31. Oktober

Beginn ist um 16.30 Uhr in der Friedrichskirche.
Gebhard von Hirschhausen stellt Bachs wohl bedeutendsten Schüler vor: Johann Ludwig Krebs (1713-1780). Dieser kam 13-jährig nach Leipzig und wurde 9 Jahre lang von Johann Sebastian Bach musikalisch betreut. Welch hohe Qualität den Orgelwerken von Krebs zugemessen wurden, kann man daran erkennen, dass etliche Kompositionen lange Zeit seinem Lehrer Bach zugeschrieben wurden.

Musikalische Vesper am Samstag, 7. November

Beginn ist um 18 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus.
Sevastyana Leonova (Violine) und Natalia Gvozdkova (Klavier) präsentieren zum Beethovens-Jahr die vierte seiner Sonaten für Violine und Klavier in a-Moll, op. 23 (entstand 1800-1801) sowie das Rondo in h-Moll für Violine und Klavier, op. 70 (entstand 1826) von Franz Schubert.

Orgelkonzert zum Ewigkeitssonntag, 22. November

Beginn ist um 16 Uhr in der Friedrichskirche.

Natalia Gvozdkova, Kantorin in Berne und Orgelsachverständige der Oldenburgischen Kirche spielt Orgelwerke des Barock. Dabei steht der Choral „Wachet auf ruft uns die Stimme“ im Zentrum des Programms.

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Sa, 8. Aug. 2020
Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.
Psalm 25,15
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