Natalia Gvozdkova zeigte uns unsere Schätze

Orgeln sind nicht nur Instrumente, sondern ganze Orchester aus vielen Pfeifen. Darum wird die Orgel auch die "Königin der Instrumente" genannt. Das wurde rund 25 Interessierten klar, als sie der Einladung der Orgelsachverständigen der Landeskirche Frau Natalia Gvozdkova folgten und am 25. Juni 2016 eine Bereisung aller vier Orgeln unserer Kirchengemeinde unternahmen.

Die Reise begann in der Martins-Kirche Ovelgönne. Hier wurde im Jahr 1955 eine Orgel durch Alfred Führer aus Wilhelmshaven gebaut, die noch einige Pfeifen aus der Vorgängerorgel von 1857 aufnahm. Das Besondere dieser Orgel ist, dass sie seit 1991 wieder oberhalb von Kanzel und Altar steht und nicht auf der Empore. Schon 1810 hatte die Kirche kurz nach ihrer Fertigstellung eine Altarorgel bekommen, womit die Gleichwertigkeit von gesprochenem und klingendem Wort betont wurde.

Die St.-Johannis-Kirche Strückhausen, die anschließend besucht wurde, hat ebenfalls eine moderne Orgel des Orgelbauers Werner Bosch von 1968, die sich allerdings im Gehäuse der Orgel des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger von 1698 versteckt. Leider sind nur noch wenige Pfeifen dieser alten Orgel erhalten. Frau Gvozdkova stellte die einzelnen Register und Pfeifenreihen der Boschorgel und den Gesamtklang vor.

Anschließend ging es nach Oldenbrok, wo in der Christuskirche die älteste, größte und klangvollste Orgel der Kirchengemeinde mit über 1000 Pfeifen steht. Von den insgesamt 20 Registern ist die Hälfte aus der Orgel von Johann Hinrich Klapmeyer aus dem Jahr 1754. Frau Gvozdkova stellte diese Orgel in einem kleinen Orgelkonzert mit Musik aus der Entstehungszeit der Orgel, namentlich der Barockkomponisten Georg Friedrich Händel und Johann Ludwig Krebs, vor.

Den Abschluss der interessanten Reise bildete eine Abendandacht in der St.-Anna-Kirche Großenmeer. Dabei war die 1876 von Johann Claussen Schmid gebaute Orgel zu hören, die 1964 durch die Orgelfirma Führer renoviert und verändert wurde. Leider ist die Windlade der Orgel, die die Luft auf die einzelnen Pfeifen verteilt, in einem schlechten Zustand. Daran wird deutlich, dass bei den Orgeln immer wieder Reparaturen anfallen, die auf Grund der Größe der Instrumente kostspielig sind. Der Gemeindekirchenrat ist bemüht, in Zusammenarbeit mit Frau Gvozdkova hier Lösungen zu finden und würde sich sehr über großzügige Spenden für die Orgeln freuen. Bo.

Kalenderblatt

Mi, 13. Nov. 2019
Er wird herrlich werden bis an die Enden der Erde.
Micha 5,3
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