Die Wochenpsalmen

Jede Woche neu

Für uns Christen beginnt eine neue Woche sonntags, dem Auferstehungstag. Nach dieser Zählung ist der vierte Wochentag, Mittwoch, auch tatsächlich der Tag in der Mitte der Woche.

Daran, dass wir den Sonntag inzwischen zum Wochenende zählen, wird deutlich, wie sehr wir uns vom Arbeitsrhythmus bestimmen lassen. Derzeit merken wir, wie sehr wir Rhythmus und Regelmäßigkeit brauchen. Welcher Wochentag ist heute eigentlich? – eine Frage, die in Gedanken wohl häufiger auftaucht.

In unserem Kirchenjahr haben die Sonntage Namen. Ihnen und der beginnenden Woche sind biblische Lesungen zugeordnet. Dazu gehören auch immer Worte aus einem Psalm, dem sogenannten Wochenpsalm.

Die Sonntage vor und nach Ostern wurden mit den ersten Worten des jeweiligen Wochenpsalms in lateinischer Sprache genannt.

Gedanken zum Wochenpsalm JUDIKA

Judika, so heißt dieser Sonntag (29. März 2020)

– übersetzt:  Richte! oder Schaffe Recht! – nach dem Beginn des 43. Psalms:

 

1 Schaffe mir Recht, Gott,

und führe meine Sache wider das treulose Volk

und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke:

Warum hast du mich verstoßen?

Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten

und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes,

zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

 

Ein Mensch in Not wendet sich an Gott, ein Mensch der sich zu Unrecht von Gott im Stich gelassen fühlt. Er versteht die Welt nicht mehr.

Wie sehr können wir da mitfühlen und uns mit all dem, was uns umtreibt, wiedererkennen.

Ich schüttele innerlich den Kopf, wenn ich vor dem leeren Mehlregal stehe, und frage mich, ob die Käufer*innen, wohl wissen, dass einem das Mehl ohne Treibmittel, Eier und anderem auch nicht weiterhilft. Haben die schon mal gebacken?

Sind das falsche, böse Leute, frage ich mich. Und denke, nein, es sind Menschen in Angst, in Unsicherheit und großer Not.

Ich wünschte, diese Menschen würden Trostworte horten statt Mehl und Toilettenpapier;

– Worte wie sie der betende Mensch trotz seiner Not findet:

LICHT, FREUDE, DANKE, HILFE oder mit einem Wort: GOTT

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin

Kirche wird digitaler

Der Corona-Virus verändert unser aller Leben in einem kaum fassbaren Tempo.

So hat sich auch das kirchliche Leben in den letzten Tagen in rasendem Tempo verändert.

Es wurden gedruckte Grüße und Andachten von Haus zu Haus gebracht.

Unzählige Emails wurden geschrieben und verschickt.

Es wurde telefoniert und Grüße per Post versendet.

Die größte Veränderung allerdings ist, in welcher Weise die Kirchen bzw. die Menschen, die kirchliches Leben gestalten, ihre Präsenz auf digitale Weise zeigen.

Aus der großen Anzahl von Möglichkeiten, die Angebote der evangelischen Kirche in digitaler Weise wahrzunehmen, finden Sie hier drei Links:

 

- KR 55 – Das Kirchenradio für Oldenburg und umzu: www.kirchenradio-oldenburg.de

- evangelisch.de: www.evangelisch.de/inhalte/167277/18-03-2020/coronavirus-das-bietet-die-digitale-kirche-der-coronakrise

- EKD: www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm

 

Nahrung für die Seele, die brauchen wir in diesen Zeiten.

Das Internet stellt uns Vieles zur Verfügung, scheuen Sie sich jedoch nicht, auch direkt mit Ihrer Kirchengemeinde Kontakt aufzunehmen.

Und nehmen Sie die Bibel zur Hand. Sie werden Manches anders lesen als bisher. Ich wünsche Ihnen, dass Sie entdecken, welche Kraft in ihren Worten steckt.

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin in der Wesermarsch

 

 

 

Kirchengemeinden in der Wesermarsch lassen die Kirchenglocken läuten

Ab Montag, den 23. März werden um 19.30 Uhr an jedem Abend die Kirchenglocken läuten.

Während im Kirchenkreis noch überlegt wurde, wie wir als Kirchengemeinden in der Wesermarsch gemeinsam ein Zeichen der Ermutigung geben können, kam die Anfrage aus der katholischen Gemeinde St. Willehad in Nordenham, sich an der Aktion des Bistums Münster zu beteiligen.

Die meisten Kirchengemeinden haben nun ihre Zusage gegeben.

An vielen Orten in der Wesermarsch werden Pastor*innen, Küster*innen oder Ehrenamtliche die Glocken läuten lassen. Nur an wenigen Orten ist das über eine elektronische Regelung möglich.

Das Geläut soll zum persönlichen Gebet und zur Fürbitte einladen, - für Menschen in Sorge und für die Vielen, die im Dienst der Menschen in unserem Land, ihrer Arbeit nachgehen.

Und mit einem Vaterunser können wir uns trotz räumlicher Trennung als Betende verbunden wissen.

In Zeiten von Unsicherheit und Sorge ist es ein ermutigendes Zeichen, dass evangelische und katholische Gemeinden in geschwisterlicher Gemeinschaft mit dem Geläut ihrer Kirchenglocken zum Gebet aufrufen.

Ein Segensgruß von Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas

Segen in schwierigen Zeiten

Es wachse in dir der Mut,
Dich einzulassen auf dieses Leben
mit all seinen Widersprüchen,
seinen Unverträglichkeiten,
seiner Schönheit -
Dass du beides vermagst:
Kämpfen und Geschehen lassen,
Nehmen und Entbehren,
Ausharren und Aufbrechen.
Sei gesegnet, Du und mit Dir die Menschen,
die zu Dir gehören,
Dass Ihr inmitten dieser unbegreiflichen Welt
den Reichtum des Lebens erfahrt.
Und bis wir uns wiedersehen,
berge Dich Gott in der Tiefe seiner Hand.

                                         Antje Sabine Naegeli

 

---Aktuell---Aktuell---Aktuell---

Liebe Schwestern und Brüder,

 

der Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen.

 

Zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben empfiehlt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg ihren Kirchengemeinden derzeit, alle Gottesdienste, Konzerte und kirchlichen Veranstaltungen bis zum 19. April abzusagen. Die Empfehlung gelte auch für Konfirmationen, Taufen und Trauungen, die auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollten, heißt es in den Handlungsempfehlungen, die die oldenburgische Kirche an ihre 116 Kirchengemeinde versandt hat.

 

Damit reagiert die oldenburgische Kirche auf die Risikoeinschätzung, die sich in den letzten Tagen dramatisch verändert hat. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf den aktuellen Stand und werden anlassbezogen aktualisiert. Ähnliche Empfehlungen haben auch andere niedersächsische Kirchen ausgesprochen. Die kontinuierlich aktualisierten Handlungsempfehlungen sowie weitere hilfreiche Informationen und Links sind auf der Homepage der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg zu finden unter: https://www.kirche-oldenburg.de/coronavirus

 

Für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen gelten die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden.

Konkrete Entscheidungen treffen Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindekirchenräte, die leitenden kirchlichen Gremien und die Leitungen der Einrichtungen vor Ort. Nehmen Sie Kontakt mit Ihren Pastoren und Pastorinnen oder anderen Ansprechpersonen Ihrer Kirchengemeinde auf. Dort wird man ein offenes Ohr für Ihre Fragen haben.

 

In dieser herausfordernden Situation, die viele Menschen beschwert, wünsche ich Ihnen Zuversicht durch ein Bibelwort, das mich seit der Zuspitzung der Lage immer wieder tröstet:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)

 

 

Christiane Geerken-Thomas, Kreispfarrerin

 

 

 

Herzlich willkommen ...

Im Nordosten des Oldenburger Landes liegt die Wesermarsch - geprägt von der weiten Marschenlandschaft und den Wassern der Weser, der Hunte und des Jadebusens.

 

In unseren 27 Kirchengemeinden finden sich außergewöhnlich viele kunsthistorisch wertvolle Kirchen mit einzigartigen Ausstattungsstücken wie etwa den Altären, Kanzeln, Taufsteinen oder Epitaphien des bedeutenden Bildhauers Ludwig Münstermann (um 1575 - 1637/38).

 

Diese Landschaft ist auch die Heimat des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger (1648 - 1719). Es gibt viele Schätze in der Wesermarsch und ihren Kirchen zu entdecken!

 

Neben diesem bedeutenden kulturellen Erbe prägen Diakonie, Jugendarbeit und Kirchenmusik das Leben des Kirchenkreises. Die einzelnen Kirchengemeinden vor Ort stehen dafür, dass der Segen Gottes für die Menschen erfahrbar wird. Unter deren Einträgen auf dieser Homepage sind weitere Informationen zu finden.

 

Blättern Sie durch unsere reichhaltig wachsende Homepage und besuchen Sie vielleicht ja bald selbst einmal unsere wunderschönen Kirchen in der Wesermarsch.

Die Synode hat gewählt

Am 23. Oktober tagte die Kreissynode des Kirchenkreises Wesermarsch im Christopherus-Haus in Brake bei der sie Christiane Geerken-Thomas zur Nachfolgerin des verstorbenen Kreispfarrers Jens Möllmann wählte. Nach einer persönlichen Vorstellung und einem Vortrag zum Thema "Wofür brauchen die Menschen in der Wesermarsch im Jahre 2030 die Evangelische Kirche?" wählten die 56 Delegierten die gebürtige Brakerin zur Vertreterin der evangelischen Christen in der Wesermarsch.

 

Glückwünsche kamen sofort nach der Wahl vom für die Zeit der Vakanz Vorsitzenden der Kreissynode Jost Richter (links), und dem amtierenden Kreispfarrer Jochen Dallas (rechts).

 

Siehe auch:

www.kirche-oldenburg.de/nc/aktuell/pressemitteilungen/artikel/pfarrerin-christiane-geerken-thomas-kandidiert-fuer-kreispfarramt-wesermarsch.html

 

www.kirche-oldenburg.de/nc/aktuell/pressemitteilungen/artikel/die-lebenswelt-der-menschen-wichtig-nehmen.html

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Neues aus dem Kirchenkreis Wesermarsch

25 Jahre Altenescher Kirchturmkrähen

Altenesch / LemwerderDo, 18.10.2018

Das feiern wir mit einem Jubiläumskonzert am Sonntag, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche Bardewisch Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

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Di, 31. Mär. 2020
Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
Sacharja 6,15
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