Ute Lampe-Hülsmann

2017 - Küsterin aus ganzem Herzen

Wenn die Strückhauser Glocke läutet, dann ist sie meist nicht weit: Ute Lampe-Hülsmann ist seit vier Jahren Küsterin an der St.-Johannis-Kirche in Strückhausen.

Röker: Am 1. Juni 2013 haben Sie Ihren Dienst als Küsterin in Strückhausen angetreten. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Küsterin zu werden?

Lampe-Hülsmann: Das kam durch meinen Onkel Hans-Gerd Höpken. Er war lange Jahre Küster in Strückhausen gewesen. Da habe ich vieles von ihm mitbekommen. Als er seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, habe ich mich auf die Stelle beworben.

Röker: Der Küsterdienst ist ja kein Beruf, den man irgendwo erlernen kann. Wie ist es Ihnen da ergangen? Lampe-Hülsmann: Das erste Kirchenjahr war schwer, denn alles war neu. Ich musste z. B. den Farbwechsel bei den Paramenten (textilen Behängen an Altar und Kanzel) im Kirchenjahr lernen. Und ich musste herausfinden, wie die Heizung und die Zeitschaltuhr für die Glocken eingestellt werden und wo man das Wasser für den Winter abstellt. Aber zum Glück hatte ich viel Hilfe und Unterstützung. Bärbel Uebachs als alte Strückhauserin hat mir beigestanden und auch die drei Küsterinnen unserer anderen Kirchen. Das zweite Jahr war dann schon viel leichter.

Röker: Vielleicht wissen viele gar nicht, was man als Küsterin so zu tun hat. Worin besteht denn Ihre Arbeit? Lampe-Hülsmann: Ich begrüße die Gottesdienstbesucher am Eingang der Kirche und gebe ihnen die Gesangbücher, ich unterstütze die Pfarrerinnen und Pfarrer bei Gottesdiensten, Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Dann schmücke ich auch den Altar und bin zuständig für ́s Paramentewechseln, für die Kerzen, die Altardecken und das Abendmahlsgerät. Ich halte die Kirche und das Gemeindehaus sauber. Dazu gehören auch die Beete an der Kirche und am Gemeindehaus und die Wege. Zusammen mit dem Kirchenbüro führe ich den Belegungskalender für das Gemeindehaus. Und ich sorge dafür, dass immer Kekse da sind und koche bei Bedarf auch Kaffee und Tee.

Röker: Was macht Ihnen denn bei Ihrer Arbeit am meisten Freude?

Lampe-Hülsmann: Das ist eigentlich die Begegnung mit Menschen. Ich finde es schön und wichtig, mal mit den Älteren zu plaudern, wenn wir uns auf dem Friedhof treffen, und es ist schön Menschen in Freude und Leid zu begleiten. Am besten gefallen mir Hochzeiten und Taufen. Das sind Gottesdienste mit viel Freude. Ich freue mich auch über so schöne Gottesdienste wie z. B. die Konfirmation. Da ist die Kirche voll und die Leute sind froh. Ich bin auch Mitglied in der Küstergemeinschaft geworden. 2015 wurde ich in Jade eingesegnet. In der Küstergemeinschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden. Da trifft man viele Kollegen, mit denen man sich austauschen und von denen man lernen kann. Küsterin zu sein, das ist für mich kein Job, sondern eine Herzensangelegenheit.

Röker: Aber sicher gibt es doch auch mal etwas, worüber Sie sich ärgern.

Lampe-Hülsmann: Ja, gar nicht gut finde ich es, wenn mir mein Spaten vom Friedhof geklaut wird. Das ist schon dreimal passiert. Harken sind auch schon verschwunden und die Tüllen von den Gießkannen und sogar Kerzen aus der Kirche. Ich weiß nicht, warum man so etwas macht. Damit schädigt man doch auch alle anderen, die den Friedhof und die Kirche besuchen. Was mich auch ärgert ist, dass ich auf dem Friedhof immer so viel Plastik aus dem Biomüll suchen muss. Da sollte eigentlich jeder selber auf seinen Müll aufpassen. Die Abfuhr wird unglaublich teuer, wenn der Müll nicht getrennt ist.

Röker: Neben Ihrer Arbeit bei der Kirche setzen Sie sich auch sonst für das Gemeinwesen ein. Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Lampe-Hülsmann: Ich bin bei der Feuerwehr – in Doppelmitgliedschaft in Großenmeer und in Rüdershausen. Ich fahre mit zu Einsätzen, nehme an den Dienstabenden teil und unterstütze die Kinder- und die Jugendfeuerwehr. Bei Einsätzen bin ich in der ELW-Gruppe dabei. Ansonsten arbeite ich gerne im Garten und verbringe Zeit mit meiner Familie. Sportlich mache ich Milon-Zirkeltraining.

Röker: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Lampe-Hülsmann: Dass alle gesund bleiben, dass wir viele schöne gut besuchte Gottesdienste feiern können und dass alle gut miteinander arbeiten können und mit viel Freude dabei sind. Das hat Gott ja auch gewollt: die Freude! Davon bin ich überzeugt.

Röker: Das war ein schönes Schlusswort! Vielen Dank für das Gespräch!

 

Birgit Mosch

2017 - Wenn die Glocke nachts läutet

Birgit Mosch ist seit mehr als acht Jahren in Oldenbrok als Küstein tätig. Wer Sie schon länger kennt, dem ist bestimmt schon aufgefallen, dass sie immer freundlich ist und es Freude macht, ihr zu begegnen

Boltjes: Liebe Birgit, du begegnest allen Menschen mit Freundlichkeit. Woran liegt das?

Mosch: Ich habe schon in meinem Elternhaus gelernt, dass es schön ist, Menschen offen zu begegnen. Außerdem entspricht es meinem Naturell.

Boltjes: Wie kam es dazu, dass du Küsterin in Oldenbrok wurdest?

Mosch: Im Jahr 2007 war ich schon Küsterin in Wahnbek, weil ich gerne etwas tun wollte, wo ich mit Menschen zu tun habe. Als sich die Chance bot, den Küsterdienst in Oldenbrok zu übernehmen, habe ich 2008 damit angefangen.

Boltjes: Welche deiner Aufgaben erledigst du besonders gerne? Welche Arbeiten gefallen dir nicht so sehr?

Mosch: Ich mache alles gerne. Besonders gerne begleite ich die Gottesdienste und dabei vor allem die Konfirmationen. Ich arbeite gerne mit anderen zusammen auch mit den Konfirmanden. Es gibt nichts, was ich nicht gerne tue.

Boltjes: Wenn du auf die acht Jahre deines Küsterdienstes zurückblickst: An welche besonderen Begebenheiten erinnerst du dich?

Mosch: Als erstes fällt mir die Einführung von Frau Boltjes im Jahr 2012 ein. Das war ein sehr schönes Ereignis. Und dann muss ich im Nachhinein noch lachen, wenn ich daran denke, dass mich nachts jemand anrief, weil die Glocke plötzlich von allein anfing zu läuten und nicht mehr aufhörte. Um sie auszustellen, musste ich noch in der Nacht zur Kirche und über den Friedhof gehen. Das war schon ziemlich gruselig.

Boltjes: Was tust du in der Zeit, in der du nicht als Küsterin tätig bist?

Mosch: Manchmal bin ich in meinem erlernten Beruf als Friseurin tätig. Sonst bin ich gerne Zuhause tätig.

Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich gerne auf einen Kaffee zu Freunden.

Boltjes: Was wünscht du dir für unsere Kirchengemeinde?

Mosch: Ich fände es schön, wenn das gute Arbeiten mit allen anderen Mitarbeitenden auch in Zukunft so bestehen bleibt.

Boltjes: Ganz herzlich danke ich dir für deine sehr zuverlässige Arbeit und dein großes Engagement für unsere Kirchengemeinde.

Marion Meyer

2016 - 20 Jahre für die Kirche in Ovelgönne

Marion Meyer ist als Küsterin, Hausmeisterin und Friedhofswärterin in Ovelgönne tätig. In diesem Jahr begeht sie ihr 20jähriges Dienstjubiläum. Das ist ein guter Anlass, sie über ihre vielfältige Arbeit für die Kirchengemeinde zu befragen.

Boltjes: Frau Meyer, viele in Ovelgönne und "umzu" kennen Sie als Küsterin. Als Sie vor zwanzig Jahren anfingen, für die damalige Kirchengemeinde Ovelgönne zu arbeiten, übten Sie da auch diese Tätigkeit aus?

Meyer: Nein, damals war ich als Friedhofswärterin tätig.

Boltjes: Wie kam es dazu, dass Sie Friedhofswärterin wurden?

Meyer: Der vorige Küster Alfred Brumund kam auf mich und meinen Mann zu und fragte, ob wir die Arbeit auf dem Friedhof machen wollen.

Boltjes: Und seit wann sind Sie Küsterin?

Meyer: Das bin ich seit 2007, als Frau Wiemer hier als Küsterin aufhörte. Schon seit 2003 sorge ich als Hausmeisterin und Raumpflegerin für das Gemeindehaus.

Boltjes: Bitte beschreiben Sie uns Ihre Arbeit in der Kirche, im Gemeindehaus und auf dem Friedhof!

Meyer: Zur Friedhofsarbeit gehören das Rasenmähen, Harken und Blätterfegen. Darüber hinaus bin ich allgemein dafür zuständig, den Friedhof sauber zu halten. Im Winter fege ich Schnee. Als Raumpflegerin halte ich das Gemeindehaus in Ordnung, mähe den Rasen, pflege die Beete und halte die Terrasse sauber. Bei Vermietungen gebe ich den Schlüssel aus, besichtige mit den Mietern des Gemeindehauses die Räume und frage, was sie brauchen wie etwa Tische oder die Kaffeemaschine. Als Küsterin mache ich die Kirche und die Nebenräume sauber und fege den Bürgersteig. Ich bereite die Gottesdienste vor und schmücke dabei z. B. den Altar. Bei besonderen Anlässen schmücke ich die ganze Kirche. Mir obliegt die Organisation des Weihnachtsfestes mit dem Schmücken des Tannenbaums. Auch den Adventskranz binde ich selbst.

Boltjes: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Meyer: Ich mag es, dass ich mit Leuten in Kontakt bin.

Boltjes: Was wünschen Sie sich für unsere Kirchengemeinde?

Meyer: Ich wünsche mir mehr Leute in den Gottesdiensten und weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit allen. Boltjes: Ganz herzlich danke ich Ihnen für Ihre langjährige und sehr zuverlässige Arbeit und Ihr großes Engagement für unsere Kirchengemeinde.

Ursel Ahrens

2014 - Herzlichen Glückwunsch

zum 30jährigen Dienstjubiläum!

Liebe Frau Ahrens,

zu Ihrem Dienstjubiläum als Küsterin in Großenmeer möchen wir Ihnen Gottes segen wünschen. Zugleich sagen wir ein tief empfundenes Dankeschön für Ihren engagierten, freundichen und den Menschen zugewandten Dienst.

Das ist nicht selbstverständlich, weil zu Ihren Aufgaben nicht nur fröhliche Sachen gehören wie das Willkommenheißen der Besucher zu Gottesdiensten und Konzerten, die Begleitung der Seniorennachmittage und das festliche Dekorieren und Ausgestalten von Kirche und Gemeindehaus. Auch die Begegnung mit Trauernden und die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben und das Trösten gehören zu Ihren Aufgaben, wenn Sie als Friedhofswärterin auf dem Großenmeerer Friedhof und in und um die Leichenhalle als Reinigungskraft und Gärtnerin tätig sind und dafür Sorge tragen, dass alles gepflegt und ordentlich ist. Im Wort "...wärterin" ist das Wort "Warten" enthalten. es ist wohltuend, hilfreich und viele Menschen nutzen und schätzen dieses, dass Sie sich Zeit zum Gespräch, zum Zuhören und Trösten nehmen. Auch wenn es nur ein kleiner unscheinbarer Dienst zu sein scheint, ist er aber dennoch von großer Bedeutung. Auch dafür sagen wir: "Danke, liebe Frau Ahrens." In diesen Dank ist auch Ihr Mann für seinen Dienst und sein Engagement mit eingeschlossen.

Jürgen Schwartz, Pfarrer

Kalenderblatt

Do, 21. Nov. 2019
Siehe, ich, der HERR, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?
Jeremia 32,27
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